Die "Resl von Konnersreuth"

Weltbekannt wurde Konnersreuth durch die stigmatisierte Therese Neumann (1898 -1962), deren Seligsprechungsprozess am 13. Februar 2005 durch Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller verkündet wurde.

Therese Neumann von Konnersreuth war eine einfache Magd, welche schon in jugendlichen Jahren immer wieder an verschiedenen Krankheiten litt (Blindheit, Taubheit, Epilepsie, Lähmungen). Am Tag der Seligsprechung der Therese von Lisieux 1923 verschwand die Blindheit und am Tag der Heiligsprechung ihrer Namenspatronin 1925 war Therese Neumann wieder vollständig gesund.

Im Jahr 1926 traten erstmals die Wundmale Christi bei ihr auf. Vor allem am Karfreitag hatte sie Visionen mit starken Blutungen aus den Wundmalen. Der Besucherandrang in Konnersreuth war in den darauffolgenden Jahren enorm. Alle wollten die "Resl von Konnersreuth" sehen. Seit diesem Tag soll die Resl, außer der Hl. Kommunion, weder gegessen noch getrunken haben. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1962 durchlitt sie das Leiden und Sterben Jesu an jedem Karfreitag.

Der Resl, wie sie liebevoll von den Konnersreuther genannt wird, verdankt die Marktgemeinde zwei Klöster, die Spätberufenenschule Fockenfeld und das Anbetungskloster Theresianum. Dokumentiert wird das Leben und Wirken von Therese Neumann in ihrem Geburtshaus, am Grab mit der Votivtafelkapelle und im wunderschönen, wiederhergestellten Reslgarten.

Das Geburtshaus ist zur Besichtigung geöffnet von April bis Oktober Montag bis Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen zusätzlich von 10.00 bis 12.00 Uhr.

Reslgarten

Therese Neumann war sehr naturverbunden. Sie liebte die Blumen und die Tiere. Eine besondere Freude bereitete ihr das Kirchenschmücken.

In ihrem selbst geplanten Garten, gestaltete und pflegte sie sämtliche Blumen für den Kirchenschmuck und religiöse Feste (z.B. Fronleichnam). Resl verbrachte mehrere Stunden täglich in ihrem geliebten Garten. Sie pflanzte mehrere Obstbäume, um ihren Nichten und Neffen eine Freude zu bereiten.

Der Obst- und Gartenbauverein Konnersreuth machte es sich zur Aufgabe, den Garten originalgetreu nach dem Vorbild der Resl zu restaurieren. Im Jahr 2006 war es dann soweit: der "Reslgarten" öffnete seien Pforten. An der Waldsassener Straße in Konnersreuth gelegen, ist er ein beliebter Anziehungspunkt in den Sommermonaten. Geöffnet ist der Reslgarten vom 01. Mai bis 03. Oktober täglich von 10 - 18 Uhr.